30. Okt 2018

Stand der Digitalisierung in Arztpraxen

In einer Studie, die das IGES Institut im Auftrag der KVB durchgeführt hat, wurden mehr als 1.750 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten über den Einzug der Digitalisierung in ihren Praxen befragt.

Auch wenn in einigen Bereichen die Digitalisierung bereits mit überwiegender Mehrheit benutzt wird, besteht im Hinblick auf die Nutzung der Technik, der digitalen Kommunikation mit dem Patienten und der Leistungserbringer untereinander noch verbesserungsbedarf.

Als positiv erachtet worden, waren:

  • Die digitalen Abrechnung der Kassenärztlichen Vereinigung durch alle Praxen
  • Die mehrheitliche oder vollständige Digitalisierung der Patientendokumentation durch 74 % der Praxen 
  • Die Verwendung der Programme für die Raumplanung und Gerätenutzung durch 75 % der großen, meist interdisziplinär arbeitenden Praxen
  • Die Nutzung einer digitalen Anwendung zum Erkennen von Arzneimittelwechselwirkungen durch 60 % der Hausärzte 

Bei der Nutzung digitaler Technik wurde festgestellt, dass:

  • 74 % der vertragsärztlichen Praxen über medizinische Geräte mit Schnittstellen verfügen
  • In 37 % der Praxen keine oder nur eine teilweise Verbindung dieser Geräte mit der Praxis-EDV besteht
  • Die Telemedizin in 21 % der Hausarztpraxen Einzug erhalten hat

Auch die digitale Kommunikation mit anderen Praxen und ambulanten Einrichtungen müsste verbessert werden, denn 

  • 86 % der Ärzte kommunizieren mehrheitlich bzw. komplett in Papierform mit den Kollegen
  • Die Kommunikation mit Krankenhäusern verläuft noch zu 94 % in traditioneller (Papier-)Form
  • Nur 11 bis 17 % der vertragsärztlichen Praxen versenden Bildmaterial, Befundbriefe und Befunddaten digital.

 

Quelle:

Medical Tribune

Studie des IGES Instituts

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Datum
30. Oktober 2018
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