16. Apr 2019

Anpassung der Videosprechstunde im EBM

In seiner 435. Sitzung verfasste der Bewertungsausschuss einen Beschluss zur Änderung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM). Dieser trat am 1. April 2019 in Kraft. Inhalt war unter anderem eine Änderung der Gebührenordnungsposition 01439. Diese befasst sich mit der Betreuung eines Patienten im Rahmen einer Videosprechstunde. Bisher war der Einsatz und somit auch die Vergütung dieser auf sechs Indikationen (z.B. die visuelle Verlaufskontrolle einer offenen Wunde) beschränkt. Diese Einschränkung wurde entfernt und der Einsatz einer Videosprechstunde ist nun für alle Indikationen möglich.

Auch wurde die Gebührenordnungsposition 01450 erweitert. Sie regelt Zuschläge welche im Zusammenhang mit Versichertenpauschalen stehen. Durch die Erweiterungen können jetzt auch Gebührenordnungspositionen der Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie sowie der Psychotherapeuten mit der Videosprechstunde verbunden werden.

Außerdem kann die Durchführung einer Pflegefallkonferenz zwischen Arzt oder Psychotherapeuten und der Pflegekraft ohne Einbezug des Patienten als Videofallkonferenz durchgeführt und abgerechnet werden.

Diese Änderungen wurden am 10. April 2019 in den Online-EBM der KBV übernommen.

Bis Ende September 2019 soll erörtert werden, welche weiteren Maßnahmen zur Förderung der Videosprechstunde notwendig sind.

Für allgemeine und spezifische Informationen zur Videosprechstunde finden Sie das Q&A Videosprechstunde in unserem Downloadbereich. Dieses erläutert die Aspekte der Videosprechstunde und was Sie bei dieser beachten müssen.

 

Quellen:
https://www.kbv.de/media/sp/EBM_2019_04_01_BA_435_BeeG_Videosprechstunde.pdf

https://www.kbv.de/html/online-ebm.php

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Datum
16. April 2019
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