01. Apr 2020

Virtuelles Krankenhaus startet früher als geplant

Nordrhein-Westfalen hat den Startschuss für das virtuelle Krankenhaus gegeben. Geplant war, eine Pilotphase mit wenigen ausgewählten Indikationen durchzuführen, jedoch entschied man sich jetzt das virtuelle Krankenhaus für die Bereiche Intensivmedizin und Infektiologie zu starten um mit den gestiegenen Anforderungen während der Covid-19-Pandemie umgehen zu können. 

Das virtuelle Krankenhaus soll eine Platform sein, die telemedizinische Unterstützung im Rahmen von Telekonsilen und -visiten anbietet. Dies soll besonders der Patientenversorgung in Kliniken, die nicht einen Experten in jedem Bereich vorweisen können, verbessern. Derzeit können Anfragen zu telemedizinischen Konsilen bei den Unikliniken Aachen und Münster gestellt werden.

Während der aktuellen Situation kann die Expertise dieser beiden Maximalversorger helfen, auch außerhalb dieser Kliniken für SARS-CoV-2-Infizierte eine adäquate Behandlung zu ermöglichen. Mit Hilfe des virtuellen Krankenhauses könnten diese Patienten auch in Kliniken der Grund- und Regelversorgung behandelt werden und somit die Zahl der Intensivbetten stark erhöht werden.

Im späteren Verlauf soll das virtuelle Krankenhaus möglichst alle Fachrichtungen abdecken und so eine zentrale Anlaufstelle für medizinische Expertise sein, die über digitale Wege in Anspruch genommen werden kann.