26. Mai 2020

Funktionserweiterung der elektronischen Gesundheitskarte

Der nächste Schritt für mehr Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen. Ab Juli können Notfalldaten und Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert werden.
 
Um dies durchzuführen, benötigen Leistungserbringer einen E-Health-Konnektor, welcher sich derzeit in einem abschließenden Feldtest befindet.
 

Jetzt werden die digitalen medizinischen Anwendungen sichtbar. Im Ernstfall können Notfall- und Medikationsdaten auf der Gesundheitskarte Leben retten. Als Arzt hätte ich mir im Arbeitsalltag diese digitale Unterstützung oft gewünscht – vor allem in Momenten, in denen schnell eine Therapieentscheidung getroffen werden muss
- Dr. med. Markus Leyck Dieken
(Geschäftsführer gematik GmbH)
 

Mit dem auf der eGK gespeicherten Medikationsplan, sind Ärzte, Psychotherapeuten und Apotheker umfassender und schneller über alle Medikamente informiert, die der Patient einnehmen muss. So können direkt mögliche Wechselwirkungen erkannt werden und passende Medikamente verschrieben werden. Auch reduziert der elektronische Medikationsplan das Risiko, dass ein Medikament vergessen wird, dem Arzt gegenüber zu erwähnen. Dies könnte in vereinzelten Fällen zu einer Reihe an Komplikationen führen. Weitere Informationen zum elektronischen Medikationsplan finden Sie auf der Webseite der gematik.
 
Die Notfalldaten, oder auch der Notfalldatensatz, sind eine Sammlung an medizinischen Daten, die besonders in einer Notfallsituation relevant sind und über eine adäquate Behandlung entscheiden können. Auf diese Daten können bspw. Ärzte zugreifen, wenn der Patient nicht ansprechbar ist. Weitere Informationen zum Notfalldatensatz finden Sie im Downloadbereich im Q&A Notfalldatensatz.
 
Das Speichern von Medikationsplan und Notfalldatensatz erfolgt über die Leistungserbringer. Jedoch ist dies Sache des Patienten, ob er dies möchte oder nicht. Somit ist die Nutzung dieser Funktionen freiwillig. 
 
 
 
Quelle: gematik