24. Aug 2020

Modellprojekt zur vernetzten Notfallversorgung startet

In den Landkreisen Gießen, Main-Kinzig und Main-Taunus startet im Herbst das SaN-Projekt. In diesem Modellprojekt soll eine verbesserte vernetzte Notfallversorgung aufgebaut werden. 
Ein Novum hierbei ist, dass jetzt nicht mehr alle Notfallpatienten vom Personal des Rettungswagens ausschließlich in ein Krankenhaus gebracht werden müssen. Dieses, kombiniert mit Patienten welche die Notaufnahme eines Krankenhauses aufsuchen obwohl ausgehend von ihrem Krankheitsbild dies nicht notwendig wäre, führt zu einem Problem. Nämlich dass Ressourcen in Krankenhäusern belegt werden, die eigentlich für die Behandlung schwer erkrankter Patienten benötigt werden.
Und genau dieses Problem soll dass Projekt lösen. So sollen ambulante Praxen auch mit in die Notfallversorgung eingebunden werden. Eine Praxis soll vorhandene freie Ressourcen in IVENA, einem System zur Ressourcenübersicht in Echtzeit, anbieten können. Das Personal des Rettungswagens kann dann entscheiden, wenn dass Krankheitsbild des Patienten es zulässt, die freie Ressource der Praxis für sich beanspruchen und den Patienten in die Praxis fahren. So kann er in der Praxis adäquat behandelt werden. Gleichzeitig schont dies dann auch die Ressourcen der Krankenhäuser. 
Zusätzlich zum digitalen System IVENA, werden auch die Patientendaten, die von dem Rettungsdienst ermittelt wurden, digital an die Praxis oder das Krankenhaus übermittelt. Genutzt wird hier das System SmED. So sind schon vor Eintreffen des Patienten alle notwendigen Daten für die weitere Behandlung vorhanden. 
 
 
 
Quelle: KV Hessen